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November 20, 2016
Santander | Eine Spanische Küstenstadt

Nachdem die Hochzeitssaison Anfang Oktober, für mich vorbei war, haben wir uns  ein paar erholsame Tage gemacht. Ziel der Reise war Spanien, genauer gesagt Santander. Zugegeben nicht das erste Ziel dass mir in den Kopf schießt wenn ich darüber  nachdenke wohin ich für einen Kurztrip in Spanien reisen möchte. Es war auch eher ein Familienbesuch als ein „richtiger“ Urlaub. Zu besuch waren wir bei der Oma von meinem Lieblingsmann, der ist nämlich Halbspanier.

Gestartet sind wir sehr früh am Morgen mit dem ICE. Der hat uns von Nürnberg nach Berlin gebracht. Von dort ging es dann weiter mit dem Flugzeug nach Santander. Ich war voller Vorfreude und Neugier, denn nach sechs Jahren habe ich ihn das erste mal begleitet. Wir waren ungefähr 11-12 Stunden unterwegs. Ihr könnt euch also vorstellen das wir nach unserer Ankunft froh waren endlich etwas zu Abend zu essen und danach in ein Bett zu fallen. Die Haushaltshilfe der Oma hatte schon für uns gekocht. An dieser Stelle muss ich noch sagen das es die nächsten Tage jeden Tag Mittags und Abends eine andere Spanische Köstlichkeit gab. Fisch, Kartoffeln, Eintöpfe und Fleisch. Es war richtig lecker und ich hätte mich wirklich daran gewöhnen können. Denn, auch wenn man es mir nicht an sieht, ich liebe Essen!

Die ersten Bilder die ihr hier unten drunter seht sind in dem Viertel entstanden in dem wir während unseres Aufenthaltes gewohnt haben. Auch wenn es mit der gewohnten Umgebung hier in Deutschland nicht viel zu tun hat, ich habe mich dennoch von Anfang an unheimlich wohl gefühlt. Warum ich ich das so betone? Ich bin ein Mensch, der sehr viel mit seiner gewohnten Umgebung verbunden ist. Auch wenn ich sehr gerne Reise und neues entdecke, brauche ich oft ein wenig Zeit zum eingewöhnen.

Aber jetzt muss ich euch noch eine andere Geschichte erzählen. Als wir am ersten Morgen über den Platz vor dem Haus liefen, haben wir nicht schlecht gestaunt. An zwei Bänken waren zwei Katzen mit jeweils einer langen Laufleine angeleint und an einem Laternenmast waren kleine Vogelkäfige mit munter zwitschernden Vögelchen befestigt. Wir wurden schnell aufgeklärt. Der Besitzer, ein Bekannter aus dem Haus, macht das jeden Morgen. Für die Leute des Viertels nichts ungewöhnliches. Es wird sich gegrüßt, kurz gequatscht und vielleicht noch ein paar Streicheleinheiten an die Katzen verteilt. In Deutschland irgendwie völlig undenkbar. Situationen wie diese haben mir in den paar Tagen gezeigt wie festgefahren wir Deutschen eigentlich sind. Auch das nach 21 Uhr noch spielende Kinder alleine auf der Straße unterwegs waren, bei uns ein eher ungewohntes Bild.

Nach einem Ereignis und Arbeitsreichen Sommer war dieser kleine Kurztrip genau das Richtige. Seit einem Jahr versuche ich nun schon meinen Alltag etwas Stressfreier und mit mehr Achtsamkeit zu gestalten. Ich dachte also, das ich eigentlich schon ziemlich ruhig und gelassen sein müsste. Das es noch eine Spur ruhiger und entspannter geht, habe ich dann in diesen 6 Tagen gemerkt. Da wir Beide kein Spanisch sprechen gab es also auch keinen Fernseher durch den man sich hätte berieseln lassen können. Den Roaming Gebühren sei Dank, allerdings auch kein Internet. Als Alternative gab es nur sich mit sich zu beschäftigen, ein Buch lesen oder sich mit einander zu unterhalten. Eigentlich dachten wir beide das wir bereits viel miteinander reden und uns mit uns beschäftigen, nach dem Urlaub haben wir aber festgestellt das wir uns in Zukunft vielleicht nicht mehr gar so viel vom Fernseher berieseln lassen sollten. Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall ausgeglichen, mit geladenen Akkus und neuen Ideen im Gepäck zurück gekommen.

 

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